„Spiritualismus vs. Materialismus?“
Was ist der richtige Weg?

Mein Ziel war es immer  – zufrieden zu sein.

Es war ein langer Weg und häufig habe ich an falschen Orten danach gesucht.
Irgendwann habe ich festgestellt, dass sie nicht im Außen zu finden ist, sondern in mir liegt.

Photography: Janosch Orlowsky

Ich habe immer versucht „das Ganze“ zu betrachten. Beruflich sah es so aus, dass ich mich nicht nur für die Tätigkeit interessiert habe für die ich zuständig war. Ich interessierte mich immer für die zusammenhängenden Strukturen. Aber nicht nur Erfolg sollte eine gesunde Mischung aus zufriedenen Mitarbeitern, einem gut strukturierten Arbeitsablauf,  entsprechender Firmenphilosophie und /-werte bestehen. Auch privat gibt es einige „Erfolgsfaktoren“ die es zu berücksichtigen gilt.

Ich startete meine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zur Mediendesignerin. Arbeitete mich über Workflowmanagement hoch zur Kundenkommunikation und dem Projektmanagement. Mit 27 Jahren lebte und arbeitete ich in Hongkong für einen internationales Unternehmen. Meine Hauptaufgaben bestanden in der technischen Abwicklung von Druckprozessen, der Kundenkommunikation, Mitarbeiterführung / Coaching, sowie in der Festlegung von Arbeitsstrukturen (Workflowmanagement). Die Herausforderung bestand darin, möglichst effektiv, kosteneffizient und fehlerfrei zu arbeiten. Wie eigentlich in jedem Bereich. Hier stellte ich fest, dass man das Ziel erst dann erreicht, wenn auf alle Aspekte und Mitarbeiter eingegangen wird. Ich konnte nicht nur mein Wissen weitergeben, sondern lernte auch einiges über die asiatische Kultur. Doch ich kam an einen Punkt, an dem ich wusste, dass es an der Zeit war, Neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln.

Oftmals gelangen wir an einen Punkt, an dem wir eine Unzufriedenheit in uns spüren, oder den Drang haben, etwas zu ändern.
 Manchmal suchen wir Erfolg. Manchmal aber auch einfach „nur“ Zufriedenheit. So stellte ich mit 28 Jahren fest, dass ich in meinem bisherigen Berufsleben zwar erfolgreich und abgesichert war und geschätzt wurde. Aber erfüllt hat es mich nicht. Es begann eine Phase in der ich mich umorientieren wollte. Zunächst studierte ich Wirtschaftswissenschaften in Berlin getreu dem Motto „Wissen schadet nicht“. Nach dem Bachelor stand für mich dann jedoch fest, dass ich nicht wieder als Angestellter tätig sein möchte.

Ich begann als Headhunter zu arbeiten und gewann nicht nur weitere spannende Einsichten in die Unternehmen, sondern auch über die Manager. Ich konnte mein Gespür für Menschen mit den Anforderungen der Firmen kombinieren und so erfolgreich Mitarbeiter in Firmen positionieren, die nicht nur aufgrund ihrer Anforderungen in das Unternehmen passten, sondern auch mit ihren Persönlichkeiten das Team bereicherten und harmonisierten. 

Langfristige „Partnerschaften“ zu schließen waren mein Ziel.

Nebenbei baute ich mir einen Kundenstamm im Bereich Branding, Marketing, Markenaufbau, sowie Konzept- und Designerstellungen auf. Ziel war es, Produkt, Design, Konzept, Mitarbeiter und Firmenstrukturen aufeinander und auf die Zielgruppe abzustimmen. Marketing macht erst dann Sinn, wenn alles ineinandergreift und das Unternehmen authentisch, stimmig und strukturiert ist.

Wie beim Menschen muss das äußere Auftreten zu dem passen, was es verspricht um authentisch zu sein. Und das Konzept muss von dem Geschäftsführer verkörpert werden. Ein ehrliches Produkt, bzw. Dienstleistung waren mir wichtig. Ich wollte keine „Lügen“ vermarkten.

 „Heutzutage bedeutet Erfolg für mich, etwas zu tun, womit ich den Menschen helfen kann. Denn psychisch und physisch gesunde Menschen mit mentaler Stärke sind eine wahre Bereicherung für ihre Mitmenschen und unseren Planeten.

Eine gesunde Balance von Materialität & Spiritualität

Lange Zeit strebte ich nach Erfolg, Anerkennung, suchte Bestätigung und legte Wert auf materiellen Reichtum. Ich durfte feststellen und lernen, dass das aber nicht die Antwort auf die Frage nach der „Zufriedenheit“ war. Im Gegenteil. Diese „äußere Motivation“ kann uns niemals satt machen, denn sie enthält nicht genug Nährstoffe. Haben wir ein Ziel erreicht, jagen wir das nächste. Alles was wir im Außen suchen, oder von anderen erwarten wird uns immer wieder enttäuschen. Ich habe zu lange mein Umfeld dafür verantwortlich gemacht und mir war nicht bewusst, dass ich es mir ausgesucht hatte. Dabei stellte ich fest, dass alles an und in mir selbst liegen musste.

Wenn uns innerlich etwas fehlt, arbeiten wir uns im Außen kaputt.

Ich stellte mir irgendwann die Frage, ob ich mich überhaupt lieben und akzeptieren konnte, ohne dem ganzen Input von außen. Ich wirkte nach außen immer sehr selbstbewusst und souverän. Doch in mir sah es anders aus. Obwohl ich ständig umgeben von Menschen war die mir Bestätigung gaben fühlte ich mich alleine, einsam und wertlos.

Zudem stellte ich fest, dass ich mich weitaus sicherer fühlte, wenn ich mit teurer Uhr und Handtasche unterwegs war. Diese Statussymbole sollten meine inneren Defizite nach außen ausgleichen. Natürlich kann das nicht funktionieren. Diese Erkenntnis zeigte mir, dass ich noch einen langen Weg der Selbstliebe und Wertschätzung vor mir hatte. Doch ich wusste ich musste ihn gehen, wenn ich endlich glücklich und zufrieden sein wollte.

Ich begann radikal alle Masken abzulegen. Lange Zeit schminkte ich mich überhaupt nicht und trug weder Markensachen oder Statussymbole. Ich warf von heute auf morgen alles hin und versuchte meine verlorenen Anteile und Gefühle nicht mehr im Außen zu kompensieren, sondern sie in mir, in der Stille und der Natur wiederzufinden. Ich lernte, mich bedingungslos zu lieben und meine Erdung wiederzufinden. Ich investierte nun nicht mehr in meinen äußeren Wachstum nach oben, sondern in den meiner Wurzeln.

Das gab mir Halt, mein Neues Leben aufzubauen, in dem ich Materialismus nun nicht mehr ablehne, aber ich keine Statussymbole mehr benötige, um mich aufwerten zu müssen oder sicher zu fühlen. Es ist nicht von Nachteil, wirtschaftlich zu denken. Für mich ist nur eine ehrliche Motivation wichtig, bei denen der Menschheit keine Lügen oder Träume verkauft werden, wie das so häufig der Fall ist. Die meiste Werbung basiert auf Lügen oder spielt mit Emotionen, die uns manipulieren sollen. Schokolade und Produkte für die Schönheit sind ein gutes Beispiel dafür.

Aber mit einem ehrlichen Hintergedanken können auch wunderbare Marken und Dienstleistungen entstehen, die einen Mehrwert für die Menschen darstellen. Das ist die intrinsische Motivation die mich jeden Tag antreibt und glücklich macht.

Wir leben in einer materiellen Welt und in einem System, das wir in unser Leben integrieren müssen. Wir müssen uns nicht für das eine oder das andere entscheiden.  Ein gewisses Geschäftsdenken in Kombination mit der Frage:

„Was braucht die Menschheit in dieser übersättigten Welt wirklich?“

Produkte, Dienstleistungen und Menschen können auf ihre Zielgruppe zugeschnitten sein. Aber sie sollten eines sein: EHRLICH!
Werte zu haben und sie zu leben bereichert unser Leben enorm. Auf unsere Mitmenschen, die Natur, die Tiere und den Planeten zu achten und zu respektieren ist ein wichtiger Aspekt für mich. Denn wir sind alle miteinander verbunden.

Körper, Geist & Seele in Einklang bringen.

Ich habe mich lange Zeit mit Ernährung beschäftigt. Sie ist durchaus ein wichtiger und gr0ßer Teil für eine gesunde Basis im Leben. Doch auch die Psyche und die mentale Einstellung ist enorm wichtig, damit wir ein gesundes, glückliches Leben führen können. Doch auch Bewusstsein zu erwecken liegt mir am Herzen. Was ist Konsum eigentlich? Und wann schadet er uns? Warum stecken wir häufig in destruktiven Verhaltensmustern fest?

Yoga, Meditation, Atemtechniken und die Natur sind immer noch ein wunderbarer Ausgleich für mich.
Ich habe meinen gesunden Weg zwischen Materialismus & Spiritualität gefunden.

Meine Arbeitsweise

Ich kombiniere Gespräche mit Coaching & Hypnose. Denn das Unterbewusstsein ist weitaus größer und mächtiger als das Bewusste. Jeder Ansatz ist individuell aufgebaut und auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten. Denn so wie jeder Körper unterschiedlich ist, ist es auch die Seele, die in diesem Körper wohnt.

Menschen zu helfen, sie in die richtige Richtung zu führen und ihr Leben lebenswerter, gesünder, leistungseffizienter und somit glücklicher zu machen sehe ich als meine Berufung. Psychisch und physisch gesunde Menschen mit einer starken mentalen Kraft sind in der Lage, auf ihre Mitmenschen, ihr Umfeld und die Umwelt zu achten. Und das ist nicht nur für uns persönlich eine Bereicherung, sondern auch für den ganzen Planeten.

 

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