Burn-Out! Was ist das eigentlich? Und warum sind oftmals hochsensible Menschen betroffen?

Manchmal kommen wir an einen Punkt im Leben, dan dem wir uns einfach leer un voll zugleich fühlen. Wir beginnen an uns, unserer Psyche oder am Leben zu zweifeln und verlieren die LebensFreude. Erst eine ganzheitliche Sichtweise hilft, dass wir uns als das erfassen was wir sind: Die Psyche, der Körper und die Gefühle. Weder das eine, noch das andere. Und so ist es immer ein Zusammenspiel aus allen Komponenten.
1.) Hormonelle & körperliche Ursache: Nebennierenschwäche
2.) Zusammenhang Hochsensibilität (HSP – High Sensitive Person), Psyche & Depression
3.) Auf zu neuen Ufern – Kurskorrektur
4.) Ganzheitliche Sichtweise

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich selbst schadet und zerstört. Körperlich, psychisch & emotional. Wo der Verstand nicht weiter weiß, kommen die Gefühle ins Spiel…

(Daniela Kögler)

1.) Hormonelle & körperliche Ursache: Nebennierenschwäche



Die Nebennieren sind wichtige Hormondrüsen, die den Nieren aufsitzen. Sie produzieren das, was wir als „Stresshormone“ bezeichnen. Wobei ich diese Bezeichnung nicht richtig finde, weil Hormone wie Adrenalin & Cortisol enorm wichtig für uns sind. Doch wie bei allem kommt es auf die Dosis und das Gleichgewicht an. Sind wir im Leben ständigem Stress ausgesetzt, werden diese Drüsen quasi überstimuliert. Die Folgen:
  • Der Körper kommt nicht mehr hinterher, die „Stresshormone“ wieder abzubauen. Dafür sind unter Anderem Organe wie die Leber zuständig. Ist der Stoffwechselprozess gestört,  speichern sie sich in uns ab. So wie der Körper Fett abspeichert, werden nun auch diese Stresshormone eingelagert und belasten uns nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und emotional.
  • Irgendwann sind die Nebennieren so erschöpft, dass sie schlichtweg keine Hormone mehr produzieren können. Quasi ein Systemausfall. Nun sehen wir, wie wichtig die sogenannten „Stresshormone“ sind. Denn sie helfen uns, morgens aus dem Bett zu kommen. Wenn sie wie bei einem Burn-Out nicht mehr produziert werden können, fehlt im wahrsgen Sinne des Wortes der „Antrieb“.
  • KÖRPERLICHE WIRKUNG VON STRESSHORMONEN:
    – Verengen die Gefäße im Baucheingeweide. Das bewirkt eine Unterbrechung der Verdauung – häufig führt das zu Appetitverlust.
    – Verengen die herznahen Gefäße. Das führt zu einem erhöhtem Blutdruck und Puls.
    – Erweitern Gefäße der Skelettmuskulatur und erhöhen die Muskelkraft um sich auf Kampf oder Flucht einzustellen.
    – Erhöhen Blutzuckerspiegel um Energie bereitzustellen
    – Erhöhung Cholesterinspiegel.
Diese Maßnahmen ergreift der Körper, weil er denkt, dass wir gerade von einem Mammut verfolgt oder einem Säbelzahntiger angegriffen werden. Er will uns helfen und auf einen möglichen Kampf oder eine Flucht vorbereiten. Die Stresssituationen haben sich verändert. Aber der Körper reagiert noch immer wie damals, als derartige stressige Situationen wie diese nicht an der Tagesordnung lagen und wir uns danach erholen konnten. Heutzutage ist das jedoch meist anders. Auch wenn wir nicht mehr in Lebensgefahr schweben, reagiert unser Körper innerlich so als wäre das der Fall. So kämpfen wir zwar nicht mehr „im Außen“ gegen wilde Tiere. Aber „innerlich“ gegen uns selbst. Und das Tag für Tag…
SELBSTTEST NEBENNIERENSCHWÄCHE:
Ob die Nebennieren gereizt sind, kann man ganz einfach testen, indem man morgens vor dem Aufstehen im Bett den Blutdruck misst. Kurz nachdem man aufgestanden ist, wird der Blutdruck erneut gemessen. Bei der zweiten Messung sollte der Blutdruck ansteigen. Das ist ein Zeichen, dass die Nebennieren normal arbeiten. Wenn der Blutdruck jedoch fällt, könnte das ein Indiz dafür sein, dass sie überlastet sind.

Wir kommen auf die Welt und mit jedem Schritt den wir dazu lernen, verlernen wir immer mehr zu leben und die „kindliche Urfreude“ zu spüren. Wir denken wir lernen immer mehr dazu. Aber wir fühlen, dass da was nicht richtig ist.

(Daniela Kögler)

2.) Hochsensibilität – HSP (High Sensitive Person)

Bei hochsensiblen Menschen handelt es sich um Personen, die nicht nur die eigenen Gefühle intensiver spüren als das vielleicht andere tun. Auch saugen sie die Emotionen der Mitmenschen wie ein Schwamm auf. Betroffenen fällt es schwer die eigenen Gefühle von denen der anderen zu unterscheiden und einzuordnen. Zudem sind die Instinkte meist ausgeprägter, was zu einer verstärkten Wahrnehmung aller Eindrücke führt. Das kann das nervliche, emotionale und körperliche System leichter überlasten. Zum eigenen Stress, summiert sich demnach auch noch der vom Umfeld dazu.
Hochsensible Menschen sind daher leichter für ein Burn-Out anfällig. Nicht weil sie weniger belastbar oder schwächer sind. Sie haben schlichtweg „feinere Antennen“. Und diese sind nicht für den heutigen stressigen Alltag geeignet. Sie steigern sich mehr in ihre Arbeit rein, nehmen diese sehr ernst und stellen sie meist über das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit. Oftmals neigen sie dazu, sich für andere (Mitmenschen oder Beruf) aufzuopfern. Sie sind nicht nur sehr mitfühlend, sondern leiden häufig auch mit den Mitmenschen mit, da sie über eine große Empathie verfügen. Das macht sie in ihrem Umfeld oftmals sehr beliebt, weil sie ihren „emotionalen Müll“ nicht auf andere laden. Sondern sich den der anderen sogar noch aufladen.
Psychische Probleme, Depression, Sucht, Essstörungen…
Wurde nicht gelernt, damit umzugehen, führt es häufig zu psychischen Verstimmungen bis hin zur Depression, Essstörungen oder einer Sucht (Auch Sport und Arbeit kann zur Sucht werden). Betroffene zweifeln meist ihr Leben lang an sich, statt zu lernen, damit umzugehen. Diese extreme Feinfühligkeit darf also als Stärke kennengelernt werden, sonst versucht man ein Leben lang gegen eine Schwäche zu kämpfen, die in Wahrheit keine ist.

Hochsensibilität als Stärke zu entdecken – ist ein unterschätzter Schritt bei der ganzheitlichen Sichtweise zum Thema Burn-Out.

(Daniela Kögler)

3.) Burn-Out als Chance: Auf zu neuen Ufern – Kurskorrektur

Ein Burn-Out wird auch gerne als Seeleninfarkt“ bezeichnet. Es ist eine wunderbare Chance, den Lebensweg noch einmal zu über‘denken, bzw. zu über‘fühlen und die eigenen Bedürfnisse kennenlernen. Bisherige Ziele neu zu definieren und zu stecken. Jedes Ziel im Leben sollte darauf abzielen, dass es uns glücklich macht. Ist dies nicht der Fall, darf es hinerfragt und neu ausgerichtet werden. Denn häufig folgen wir Wegen, die von der Gesellschaft oder der Familie vorgegeben oder vorgelebt wurden.
Auch wurde man quasi nicht umsonst mit der „Gabe“ Hochsensibilität ausgestattet. Sie bietet wunderbare Chancen zur Selbstverwirklichung und Erfüllung der Seele. Doch diese beginnt erst, wenn der Kampf gegen uns und unser Naturell endet.
 

Hormone beeinflussen Psyche & Emotionen. Und Gedanken & Gefühle beeinflussen unsere Hormone. Hormone brauchen „Baumaterial“ in Form von stofflicher Nahrung. Aber sie brauchen auch positive Gedanken & Gefühle um sich bilden zu können.

(Daniela Kögler)

4.) Ganzheitliche Sichtweise zur nachhaltigen Hilfe

Ich arbeite grundsätzlich auf 3 Ebenen, die für mich zum Menschen gehören: Der körperlichen, psychischen & emotionalen. Jedes Thema wird auf jeder dieser Ebenen analysiert und bearbeitet. Denn auch bei einem hormonellen Ungleichgewicht gehören nicht nur die körperlichen Aspekte wie die Organgesundheit dazu, sondern auch die psychischen & emotionalen. Denn wie sollen wir uns glücklich fühlen, wenn wir es nicht wirklich fühlen?
  1. KÖRPERLICHE EBENE: Davon abgesehen, dass die Nebennieren gestärkt und das überschüssige Cortisol abgebaut werden sollte, darf man sich nicht nur auf einzelen Hormone fixieren, sondern den ganzen hormonellen Systemkomplex betrachten. Denn alles arbeitet zusammen. Auch die Stärkung bestimmter Organe (z.B. Leber, Nieren, Magen-Darm) sind enorm wichtig für eine gesunde Hormonbildung. Die größte Serotoninbildung findet übrigens im Darm statt. Um glücklich sein zu können, ist eine intakte Darmflora als körperliche Grundlage enorm wichtig.
  2. PSYCHE: Es ist hilfreich, Muster  zu erkennen und diese aufzulösen. Denn die Frage darf lauten, warum man sich eigentlich selber schadet, indem man sich förmlich aufarbeitet. Meist stecken Ursachen dahinter, die uns vorher nicht bewusst waren.
  3. EMOTIONEN: Zum einen gilt es, die Hochsensibilität als Stärke kennen und nutzen zu lernen. Hinzu kommt die Rückverbindung zu den eigenen Gefühlen, um so wieder den Zugang zu den Bedürfnissen und Gefühlen zu erlangen.
Bei Fragen stehe ich gerne persönlich zur Verfügung: info@daniela-koegler.de oder 0151-15645099
Sollte ein Hormontest gewünscht sein, rate ich zu einem Speicheltest. Dieser misst die freien Hormone und nicht die gebundenen, wie das bei einem Bluttest der Fall ist. Unkompliziert von zu Hause aus möglich ist das z.B. bei dem CENSA Institut

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