EGO-IST-MUSS – Hilf dir und du hilfst mir…

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Ego-ist-Muss – Hilf dir und du hilfst mir…

Viel zu oft wollen wir unser Umfeld ändern. Wir denken, Umstände, oder Mitmenschen seien „Schuld“ an unseren Gefühlen oder einer Situation in der wir stecken.

Ich denke das ist falsch. Denn für alle Entscheidungen in unserem Leben und für die Menschen die wir darin haben, sind wir selbst verantwortlich. Und jede dieser Personen ist auch ein Spiegelbild von dem wie wir selbst sind. Was uns an anderen stört, stört uns indirekt bei uns selbst. Oder wir haben selbst unbewusst ein Problem damit. Es gibt nicht einen der „der Gute“ ist und der andere ist „der Böse“. Beide haben immer das gleiche Grundproblem. Vielleicht ist es für den ein oder anderen an dieser Stelle noch nicht ganz nachvollziehbar. Denn wenn dich dein Partner betrügt, sieht  man logischerweise nicht, dass man selbst ein Problem hat, bzw. auch Schuld, oder seinen Teil dazu beigetragen hat.
Ich finde es sollte in Beziehungen sowieso nie um schuldig oder unschuldig gehen. Wer das erkennt, versucht nicht nur den Partner zu verändern, sondern bekommt die Chance, an sich selbst zu arbeiten.

Wenn wir das nicht verstehen, kann es gut passieren, dass es uns in der nächsten Beziehung ähnlich ergeht. Wir wurden betrogen und fangen dann vielleicht mit einem Mann was an, der noch in einer Beziehung steckt und gerade seine Frau betrügt. Diesmal eine andere Rolle, aber noch immer das gleiche Grundproblem. Wir finden uns dann irgendwann erneut in der Opferrolle. Dabei müssen wir einsehen, dass wir sie uns selbst ausgesucht haben. Solche Verhaltensmuster müssen wir auflösen.

Hilf dir und du hilfst anderen

Wenn wir also unseren Partner verurteilen, sollten wir immer zuerst bei uns ansetzen und hinsehen. So werdet ihr keinen Psychologen finden, der sich nicht selbst unbewusst heilen möchte. Denn indem er anderen hilft, versucht er sich selbst zu helfen. Das lenkt zumindest von eigenen Problemen ab. Man kann nichts pauschalisieren. Und es ist mit Sicherheit nicht verkehrt, anderen helfen zu wollen. Aber man sollte zumindest auch bei sich „hinsehen“.

Dein Problem ist auch mein Problem

Mich stören aggressive Menschen. Wenn jemand laut wird und schreit, ziehe ich mich sofort zurück. Ich selbst lasse meine Aggressionen dafür nicht oft genug raus, sondern richte sie gegen mich. Ich esse dann z.B. so lange Schokolade, bis mir schlecht wird, nur um die Wut abzubauen. So wirklich klappt es nicht, weil man danach nur noch wütender auf sich ist. Von den Gelenkschmerzen abgesehen, die mich am nächsten Tag von dem ganzen Zucker plagen.
Beide Formen der Aggressionen sind nicht optimal. Keine ist besser oder schlechter. Die Kunst besteht darin, zu akzeptieren, dass es sie gibt und sie liebevoll in unserem Leben zu begrüßen und in den Alltag sinnvoll zu integrieren. Lass dir nicht alles gefallen, aber verfalle auch nicht der blinden Aggression. Wenn wir das in Einklang bekommen, kann es gut sein, dass es auch unseren Partner verändern wird. Alles sollte ausgewogen sein. Genau wie Tag und Nacht braucht unser Leben das Helle und das Dunkle. Und wir dürfen nicht versuchen, das zu ändern. Es wird sowieso nicht funktionieren. Ebbe & Flut. Sonne & Regen. Oder warum nach dem Einatmen das Ausatmen kommt. Es ist einfach so. Wir akzeptieren es. Denn so wie es ist, ist es gut. Ohne Regen würden die Pflanzen sterben und ohne Sonne doch auch. Genau wie die Natur in Balance sein muss, müssen wir es auch. Warum sehen wir es oftmals nicht, wenn es doch so logisch ist. Die Gegenpole lassen sich nicht auslöschen. Erst der „schlechte Pol“ lässt den guten sichtbar werden. Ohne Hass wüssten wir gar nicht was Liebe ist. Und erst wenn wir mal krank waren, wissen wir unsere Gesundheit wirklich zu schätzen.

Liebe braucht auch Selbstliebe

Viele von uns sehen „die Schuld“ beim Partner oder den Mitmenschen. Egal welche Probleme man hat. Wichtig ist es, hinzusehen und sich zu fragen: „Woher kommt es?“ Wenn sich meine Kinder auffällig verhalten, ist es auch falsch, sie zuerst ändern zu wollen. Denn mit Kindern ist nie etwas „falsch“. Richtig wäre es, dass wir uns selbst ändern. Unser Vorleben ist die halbe Miete der Erziehung. Dann werden wir feststellen, dass sich auch unsere Kinder positiv verändern werden. Wenn wir nicht glücklich und ausgeglichen sind, wie soll es mein Partner, oder mein Kind sein? Wenn du also jemanden glücklich machen möchtest, den du liebst, musst du bei dir anfangen.

Es ist manchmal schmerzhaft, sich das einzugestehen. Denn jeder von uns trägt Verletzungen in sich, die wir gut verdrängt haben, oder nicht wahrhaben wollen. Uns geht es doch allen eigentlich gut. Und doch sind viele unzufrieden. Warum bekommen immer mehr Menschen Depressionen und Burn-Out? Warum werden Scheidungen immer häufiger? Wenn wir ein bisschen in uns reinhören würden, könnten wir viel glücklicher und zufriedener sein. Wir haben alles was wir dazu brauchen. Wir müssen nicht wie viele andere mit Armut kämpfen.

Balance – Leben mit Wunschgewicht im Gleichgewicht

Wenn wir im Einklang mit uns sind und zufrieden, wird alles fließen und funktionieren. Finde dein Gleichgewicht in allen Bereichen des Lebens. Alles muss in Balance kommen: Arbeit, Partner, Familie, Wunschgewicht, Hormone… Wenn wir von einem zuviel oder vom anderen zu wenig haben, gerät unser Leben aus dem Gleichgewicht und wir werden unzufrieden. Nimm dein Glück selbst in die Hand und mach so nicht nur dich, sondern auch die Menschen glücklich, die du liebst.

Egoistmuss.

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