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SUCHEN, VERFLUCHEN, PUSTEKUCHEN…

„Wer suchet der findet?“
Aber wo versteckt sich die Liebe?

Ich habe irgendwann aufgehört, an diesen Spruch zu glauben. Immer wenn ich nach etwas suche, finde ich es nicht. Egal ob ich was bestimmtes kaufen möchte, oder etwas verlegt habe. Ich finde es erst immer, wenn ich nicht mehr zwanghaft daran denke. Dann kommt es mir förmlich aus irgendeiner Ecke zugeflogen. So ist es doch auch meist bei der Partnersuche, oder? Wenn man nicht damit rechnet, findet man sich.

Aber da in jeder Redewendung ein Stück Wahrheit stecken muss, begab ich mich dann doch auf die Suche nach dem Sinn, der hinter den Worten „Wer suchet der findet“ stecken könnte. Tatsächlich fand ich ihn. Die Botschaft lautet: „Wende dich vertrauensvoll an Gott. Dann bekommst du am Ende das, was zu dir gehört, oder was du braucht.“ Das macht dann schon irgendwie mehr Sinn. Mit einer großen Portion Hoffnung und Vertrauen kann man sich also auf den Weg begeben. Aber ohne dabei zu suchen.

„DAS SUCHEN VERFLUCHEN!“

Wir wissen irgendwie genau wonach wir suchen und dann auch doch wieder nicht. Wir irren umher und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Wir tauchen ein in eine wachsende Flut aus Menschen, die uns oftmals bis zum Halse stehen. Festlegen fällt uns trotzdem schwerer denn je. Wir verschwenden dabei das kostbarste Geschenk, das wir zu geben haben: „Die Zeit.“
Wir vergeuden sie, als wäre sie unbegrenzt vorhanden. Doch plötzlich kann sie weg sein und dann erst wachen wir auf. In vielen Märchen spielt die schwindende Zeit eine Rolle. Das Biest kann nur durch den Kuss der wahren Liebe erlöst werden, bis das letzte Blatt der Rose noch nicht abgefallen ist. Sonst ist es zu spät und es kann es nicht mehr zum Prinzen zurückverwandelt werden…

„ERZÄHL DOCH KEINE MÄRCHEN“

Es scheint mir, als hätte irgendwas unsere einst reinen Herzen verflucht wie Dornröschen oder vergiftet wie Schneewittchen. Früher schien die „Suche“ einfacher. Heutzutage sind Herz und Kopf im ständigen Konflikt und wir wissen nicht, auf wen wir hören sollen. Der Kopf hat immer gute Argumente. Egal was es ist, er findet immer Gründe, etwas nicht zu tun, oder Fehler bei anderen zu finden. Vielleicht hilft es uns bei der Suche in der Rumpelkammer. Oder wenn wir Belege für die Steuer nicht mehr finden. Aber niemals wird uns der Verstand bei der Suche nach dem passenden Gegenstück helfen. Denn die Entscheidung sollten wir unserem Herzen überlassen.

„KÜSS MICH“

Früher war es immer ein Kuss, der den Fluch zu brechen vermochte. Doch nicht irgendein Kuss darf es sein. Einer, der aus tiefstem Herzen kommt. Ein Kuss, der die Kraft hat, jegliche Hindernisse zu überwinden. Egal welche Gesellschaftsschichten. Der Kuss befreite nicht nur Dornröschen von dem Fluch, er rettete auch Schneewittchen nach der Vergiftung. Vielleicht also befreit er auch uns heute. Vielleicht laufen wir auch hin und her und übersehen den verwunschenen Frosch, oder das herzensgute Biest. Ein wahrer Prinz kann viele Gesichter haben. Man darf sich nicht nur auf eine Krone versteifen. Denn nur wenn man äußere Einflüsse ausblendet, haben sich wahrhaftig zwei Herzen gefunden. Wer nur auf Aussehen oder Prestige achtet und faul ist, hat eher schlechte Karten. Nicht nur Pechmarie musste das lernen. Auch die Stiefschwestern von Aschenputtel oder die böse Königin von Schneewittchen. Wahre Liebe wächst nicht aus niedrigen Motiven. Liebe erwächst aus zwei Herzen unabhängig voneinander und doch in beiden gleichzeitig füreinander. Denn ehrliche Liebe im eigenen Herzen wird auch auf wahrhaftige Liebe im Herzen des anderen stoßen. Doch erst, wer die Liebe bei sich erwachsen lässt, ist überhaupt in der Lage sie auch für andere zu empfinden.

Ein Herz besteht aus zwei gespiegelte Seiten,
die sich gefunden und verbunden haben.

Selbstliebe lautet das Zauberwort, das heutzutage leider kaum mehr Beständigkeit hat. Weil wir nie gelernt haben, was es bedeutet. Wir können komischerweise erst dann ein „Herz stehlen“, wenn wir im Besitz von unserem eigenen sind. Wir sind aber oftmals zu sehr damit beschäftigt, uns durchzuschlagen, als dass wir unser Herz noch schlagen hören. Vielmehr erschlägt uns das, was wir Leben nennen.
Es ist stürmisch. Aber wir wissen nicht einmal, wie man das Segel setzt. Wir stechen in See ohne etwas zu haben, wofür es sich lohnt zu kämpfen, oder in den Hafen (der Ehe) zurückzukehren. Wir segeln hinfort und suchen unser Glück an jedem Ort. Dabei wissen wir nicht mehr, wo unsere Heimat eigentlich ist. Denn sie könnte ja überall sein. Vielleicht sogar bald auf dem Mond, wenn es so weitergeht. Ist das nicht ein lustiger Gedanke? Irgendwie aber auch traurig. Nein, eigentlich möchte ich es nicht beurteilen. Beurteilen ist nie gut. Denn man kann auch die große Liebe bei Tinder treffen. Genauso gut aber im Supermarkt. Aber sie zuerkennen ist die Kunst. Denn mit unseren verschlossenen Herzen ist es oftmals unmöglich geworden.

„ICH WILL KEINE SCHOKOLADE…“

Doch nicht nur unsere Herzen quälen uns. Auch in unserem Rücken, unserem Kopf und unseren Gelenken stecken die Schmerzen. Die Angst sitzt uns im Nacken oder auch bis tief in die Knochen fest. Wir sind übersäuert. Sauer auf andere, aber eigentlich nur sauer auf uns selbst. Denn wir haben die Base verloren. Den Kummer essen wir in uns hinein. Das Essen verschafft uns Befriedigung. Zumindest solange es uns auf der Zunge liegt. Dabei fehlt uns nun der süße Genuß von Zärztlichkeit. Zart schmelzende Schokolade ist eine kurze und leidenschaftslose Affäre, die uns auf Dauer nicht gut fühlen lässt. „So is(s) es doch!“

Suche die Liebe in dir. Und dann findest du sie auch in anderen Menschen. Denn abgesehen von dem Gesetz der Schwerkraft gibt es das Gesetz der Resonanz und das besagt:

Gleiches zieht Gleiches an.

Und was dich beim anderen stört, spiegelt immer auch eines deiner Themen. Wenn wir also unbedingt etwas suchen wollen, dann die Liebe in uns.

 

Hör auf zu suchen!

Hör auf nach Problemen zu suchen.
Hör auf nach Hindernissen zu suchen.
Hör auf nach Fehlern zu suchen.
Hör auf nach Schwächen zu suchen.
Hör auf nach einem passenden Partner zu suchen.
Hör einfach auf zu suchen.

Wenn du deine Gedanken auflöst,
entsteht Platz in deinem Herzen.
Dann wird dich finden – was zu dir gehört.

Also hör auf zu fluchen.
Es wird erst dann kommen,
wenn du aufhörst zu suchen.

 

Dressed by Ophelia Blaimer Photocredit: Stephan Godzieba
Dressed by Ophelia Blaimer
Photo by Stephan Godzieba