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Daniela Kögler

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Licht wird in der Dunkelheit gefunden. Das Gesetz der Polarität. 

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Wir alle wissen, dass es im Leben immer zwei Pole gibt. Liebe & Hass, Krieg & Frieden, Freude & Leid, Tag & Nacht, Gut & Schlecht, Licht & Schatten, Männlich & Weiblich, Schön & Hässlich, Plus & Minus, Dafür & Dagegen, Gewinnen & Verlieren…

 

Es können nie alle gewinnen. Es muss immer auch Verlierer geben. Es ist, wie in jedem Spiel.

Ohne dem einen könnte man den anderen Pol nicht erkennen. Es gibt nicht nur gut ODER böse. Es gehört einfach zusammen, wie Ying & Yang. Wenn du niemals verletzt wurdest, weißt du nicht was wahre Liebe ist. Wenn du niemals richtig gearbeitet hast, weißt du deine Freizeit nicht zu schätzen. Wir alle müssen lernen, beide Pole in Einklang zu bringen.

Wir wissen, dass wir nicht ausschlafen können, ohne einzuschlafen. Wir müssen einatmen, um auszuatmen. Essen und dann zur Toilette. Das Leben ist ein Austausch und ein Wechsel der beiden Pole. Essen ist z.B. auch gut und wichtig. Aber zuviel bewirkt das Gegenteil. So stellte man fest, dass Mäuse länger leben, wenn sie weniger zu essen bekamen. Hungern hingegen ist auch nicht gut. Nahrung ist demnach weder „gut“ noch „schlecht“. Es ist reine Ansichtssache und eine Frage des Maßes. Mit Alkohol haben wir beispielsweise alle gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist eine Frage des Gleichgewichts und der Ausgewogenheit.

„Das Licht wird in der Dunkelheit gefunden.“ (Thorwald Dethlefsen)

Wenn man einen aus unserer Sicht negativen Pol zu eliminieren versucht, kommt er an einer anderen Seite wieder hoch. So hat sich z.B. gezeigt, dass es Sinn macht, von der Polizei konfiszierte Drogen nicht einfach zu verbrennen, sondern sie beispielsweise in der Medizin für eine gute Sache einzusetzen. Denn das „Schlechte“ oder „Böse“ lässt sich nicht vernichten. Es muss verlagert oder für das „Gute“ eingesetzt werden. Das zu verstehen ist schwierig und mit unserer Denkweise schwer in Einklang zu bringen.

Wir haben Impfungen erfunden, die Krankheiten besiegen. Die Medizin wird immer fortschrittlicher. Heute bekommen wir dafür Allergien, Essstörungen, Intoleranzen oder Burn-Out. Wir können Krankheiten nämlich nicht wirklich besiegen. Wir können sie nur „umverlagern“.

Es macht keinen Sinn, nur auf Frieden zu hoffen. Natürlich wäre das toll. Aber es ist nicht realistisch. Man sieht es im Tierreich. Es geht einfach nicht. Auch dort gibt es Revierkämpfe, Kämpfe um Weibchen, Machtkämpfe usw.. Das gehört zur Natur. Keine schöne Erkenntnis, aber so ist es. Wir kämpfen doch auch für Frieden. Ob es etwas bringt und ob es Sinn macht sei in Frage gestellt. Aber ist ist einfach ein Fakt.

In den USA ist es längst gängig, für die Aufdeckung von Verbrechen mit Straftätern zu kooperieren. Das ist in Deutschland nicht vorstellbar, weil wir zu sehr zwischen „gut“ und „böse“ differenzieren und uns nicht vorstellen können, mit dem „Bösen“ zusammenzuarbeiten. Wir wollen es einfach auslöschen. Aber irgendwann werden wir verstehen müssen, dass das nicht funktioniert.

Ein Beispiel zum Fall Kleptomanie. Was als krankhaft angesehen wird ist schlecht und muss demnach beseitigt werden. Ich kenne einen Fall, bei dem der Patient zwanghaft klauen musste. Eigentlich wollte er es nicht, aber es war in ihm drin. Er wurde auch nie erwischt. Es bereitete ihm nur Probleme, weil seine Freundinnen immer irgendwannn misstrauisch wurden, weil sie so viele Geschenke bekamen. Er wollte nämlich kein Geld oder keinen Gewinn damit machen, also verschenkte er die Beute. Er war bei vielen Ärzten und Therapeuten, welche versuchten, es ihm abzugewöhnen. Immer ohne Erfolg. Er war verzweifelt, weil er nie eine lange Beziehung führen konnte, denn keine Frau wollte mit dem „Dieb“ zusammensein. Da änderte einer seiner Therapeuten die Strategie. Er riet ihm, in das Kaufhaus zu gehen, in dem er meistens klaute, um sie darauf hinzuweisen, wie groß die Sicherheitslücken seien. Er erntete zunächst nur verwunderte Blicke. Doch dann bekam er die Erlaubnis, in den nächsten beiden Wochen offiziell klauen zu dürfen. Das Diebesgut sollte er in einen Raum bringen. Das Sicherheitspersonal wurde sogar darauf hingewiesen, in dieser Zeit doppelt aufzupassen. Nach zwei Wochen waren alle höchst überrascht, wie viele Gegenstände unbemerkt vom „Kleptomanen“ geklaut un in den Raum gebracht wurden. Danach bekam er einen Job in dem Kaufhaus. Fortan war er dafür zuständig, die Sicherheitslücken zu schließen. Durch die Umverteilung des „schlechten“ Pols konnte er seine Sucht nun zum Beruf machen und bekam ein königliches Gehalt. Und das Kaufhaus war froh, so eine „Fachkraft“ gewonnen zu haben.

 

Gift kann heilen und Leben retten.

Schon die Griechen haben sich früher mit Giften sprichwörtlich geimpft. Da es damals normal war, in den gehobeneren Kreisen von Familienmitgliedern vergiftet zu werden, haben sie über Jahre hinweg immer ein wenig Gift zu sich genommen, um sich immun zu machen. Nicht anders wie bei einer Impfung heutzutage, bei der eine kleine Dosis der Krankheitserreger injiziert werden um uns dagegen resistent zu machen.

„Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.“
(Friedrich Schiller)

Das „Schlechte“ ist also nicht immer böse.
Und wie heißt es so schön: „Was mich nicht tötet, macht mich nur stärker.“ ;)

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